Gesundheit gemeinsam gestalten!  

Die Überprüfung des Wissens eines Heilraktikers beim Gesundheitsamt:

Wenn Heilpraktiker AnwärterInnen  die genannten Voraussetzungen erfüllen, müssen Sie als weitere Voraussetzung in einer Überprüfung bei dem Gesundheitsamt nachweisen, dass die Ausübung der Heilkunde durch Sie keine Gefahr für potenzielle Patientinnen und Patienten darstellt. Es wird von Ihnen erwartet, dass Sie über ausreichende Grundkenntnisse beziehungsweise Fähigkeiten in folgenden Gebieten verfügen (gemäß Ziffer 4.3 der Richtlinie zur Durchführung des Heilpraktikergesetzes des Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen vom 18. Mai 1999): 

•  Berufs- und Gesetzeskunde, insbesondere rechtliche Grenzen und Gefahren diagnostischer und therapeutischer Methoden bei der nichtärztlichen Ausübung der Heilkunde

 •  Grundlegende Kenntnisse der Anatomie und Physiologie einschließlich der pathologischen Anatomie und Pathophysiologie

 •  Grundkenntnisse der allgemeinen Krankheitslehre, Erkennung und Unterscheidung von häufigen Krankheiten, insbesondere der Stoffwechselkrankheiten, der Herz-, Kreislauf-Krankheiten, der degenerativen und übertragbaren Krankheiten, der bösartigen Neubildungen sowie seelischen Erkrankungen

 •  Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle und lebensbedrohlicher Zustände 

•  Praxishygiene, Desinfektion und Sterilisationsmaßnahmen, Pflichten nach der Medizinproduktebetreiber-Verordnung

•  Techniken der Anamneseerhebung, Methoden der unmittelbaren Krankenuntersuchung (Inspektion, Palpation, Perkussion, Auskultation, Reflexprüfung, Puls- und Blutdruckmessung)

•  Bewertung grundlegender Laborwerte 

•  Injektions- und Punktionstechniken.

Die Überprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Der schriftliche Teil der Überprüfung findet vor dem mündlichen Teil statt. Wird in einem Teil der Überprüfung festgestellt, dass die Ausübung der Heilkunde durch Sie eine Gefahr für potenzielle Patientinnen und Patientinnen bedeuten könnte, gilt die gesamte Überprüfung als nicht erfolgreich absolviert und führt zur Ablehnung des Antrages. 

Die Wahrheit über die Überprüfung?

Sie hat eine Durchfallquote von etwa 80 %. Die Schwierigkeit besteht nämlich genau darin, dass Anwärter nicht genau wissen, was auf sie in der Überprüfung zukommt. Lesen Sie bitte genau und lassen sich folgenden Satz einmal durch den Kopf gehen: "Erkennung und Unterscheidung von häufigen Krankheiten, insbesondere der Stoffwechselkrankheiten, der Herz-, Kreislauf-Krankheiten, der degenerativen und übertragbaren Krankheiten, der bösartigen Neubildungen und seelischen Erkrankungen." Das ist wirklich sehr umfassend und unpräzise gleichermaßen. Und Anwärter haben nicht die Möglichkeit, Scheine zu sammeln in einer Uni, oder in einer Prüfungsordnung nachzulesen, was eigentlich genau geprüft wird. Man muss wirklich mit allem rechnen und macht die bestehenden Absolventen zu Recht stolz auf Ihre Leistung.

Als langjähriger Schulleiter einer großen Heilpraktiker Schule habe ich mich sehr intensiv, u.a. durch langjähriges Mitwirken im Prüfungsausschuss beim Gesundheitsamt,  mit dieser Materie auseinandergesetzt. Zu meinem Dozententeam gehörten seinerzeit auch Ärzte. Sie haben mehrmals unterschiedliche schriftliche Überprüfungen aus Interesse durchgeführt. Etwa die Hälfte dieser Dozenten ist beim ersten Mal auch durchgefallen. Also bevor sich darüber lustig gemacht wird, dass es "nur" 60 Fragen im schriftlichen Teil sind, sollte man sich diese einmal genau anschauen.

Ich behaupte ja auch nicht einfach:"Werden Sie sich klar darüber, dass es für Sie sehr riskant ist, ja sogar lebensbedrohlich, wenn Sie sich in ärztliche Hände begeben." Obwohl die Zahlen (Tote durch Nebenwirkungen von Medikamenten, hohe Haftpflichprämie durch ärztliche Behandlungsfehler) eher etwas anderes aussagen.






Bitte beachten Sie: Bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden handelt es sich um Verfahren der alternativen Medizin, die wissenschaftlich noch nicht anerkannt sind. Alle Angaben über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen innerhalb der Therapiemethoden selbst.

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